Afterloading-Gerät

Das Afterloading-Gerät setzen wir gezielt in einer besonderen Form der Strahlentherapie, der sogenannten Brachytherapie, ein. Es erzeugt sehr harte Röntgenstrahlen, sogenannte ionisierende hochenergetische Strahlen, die Tumorzellen schädigen. Mit diesem Gerät können wir verschiedene Tumorerkrankungen effektiv von innen behandeln.


Verfügbar an diesen Standorten


Bevor das Afterloading zum Einsatz kommt, erfolgt in der Regel eine Untersuchung des Tumors über eine Röntgenuntersuchung, MRT oder CT. Diese bildgebenden Verfahren geben wichtige Informationen über den Tumor.

Funktionsweise der Therapie am Afterloading

Beim Afterloading wird die Strahlenquelle innerhalb oder in unmittelbarer Nähe der betroffenen Körperregion im Körper platziert. Dafür wird zunächst ein Applikator bis zum Tumor eingeführt, der über Schläuche mit dem Afterloading verbunden ist. Die Position des Applikators überprüfen wir mit einem Ultraschallgerät. Sobald die richtige Position erreicht ist, wird die Strahlenquelle in den Tumor eingebracht, um die Krebszellen aus dem Inneren zu bekämpfen.

Die Afterloading-Therapie lässt sich durch Fernsteuerung beginnen. Nachdem die Behandlung nach einer bestimmten Zeit abgeschlossen ist, wird die Strahlenquelle aus dem Tumor entfernt. Im Gegensatz zu einer Operation ist die Afterloading-Therapie häufig mit einem deutlich kürzeren Klinikaufenthalt verbunden.

Afterloading-Therapie: Unterschiede der Brachytherapie

Darüber hinaus gibt es noch weitere Arten der Brachytherapie, die sich in ihrem Verfahren unterscheiden:

Intravaskuläre Brachytherapie

Bei der intravaskulären Brachytherapie wird die Strahlenquelle direkt in die Blutgefäße eingeführt. Diese Art der Brachytherapie wird z.B. in der Behandlung von Prostatakrebs eingesetzt.

Kontakttherapie

Bei der sogenannten Kontakttherapie wird die Strahlenquelle auf die betroffene Oberfläche gelegt.

Intrakavitäre Brachytherapie

Die intrakavitäre Brachytherapie kennzeichnet sich dadurch, dass die Strahlenquelle in Hohlräume eingeführt wird, die bereits vorhanden sind. Bronchialkrebs ist ein Einsatzgebiet für die intrakavitäre Brachytherapie.

Afterloading: Einsatzgebiete

Solange sich keine weiteren Geschwülste (Metastasen) gebildet haben, können wir die Afterloading-Therapie als alleinige Behandlungsmethode einsetzen.

Das Afterloading wird vor allem zur Behandlung von Brustkrebs, Haut- und Gebärmutterhalskrebs eingesetzt. Auch zur Behandlung von Tumoren im Gehirn, in den Weichteilen, der Galle, im HNO-Bereich, in der Luftröhre und Organen, die an der Verdauung beteiligt sind, wenden wir das Afterloading an.

Stand der Technik im MVZ

Unsere Afterloading-Anlage am Standort Dortmund-Brackel bietet modernste Digitaltechnik. Das Gerät kann Informationen aus verschiedenen bildgebenden Verfahren (z. B. Computertomographie) für die Berechnung einer optimalen Behandlung auswerten. So können wir das Risiko der Strahlenbelastung für strahlungsempfindliche Organe minimieren.

Durch die lokale Begrenzung der Strahlung ist nur eine geringe Strahlendosis erforderlich. Selbst wenn sich der Patient während der Bestrahlung bewegt, verbleibt die Strahlenquelle an Ort und Stelle und hat keine Auswirkungen auf gesundes Gewebe oder umliegende Organe.

Afterloading: das Wichtigste im Überblick

  • Einsatz zur Behandlung verschiedener Krebsarten
  • CT- und oder MRT-Untersuchung als Vorbereitung für Afterloading-Therapien
  • Einsatzgebiete: Brustkrebs, Gebärmutter- und Hautkrebs, Gehirn-Tumore sowie Tumore in Luftröhre, Speiseröhre, Galle, HNO-Bereich und Weichteilen
  • Strahlendosis: minimal aufgrund der lokalen Begrenzung der Strahlenquelle
  • Behandlung hat keine Auswirkung auf gesundes Gewebe
  • Kürzerer Klinikaufenthalt im Vergleich zur Operation
  • Kostenübernahme durch gesetzliche und private Krankenkassen möglich

Sie wünschen weitere Informationen zur Behandlung am Afterloading? Kontaktieren Sie uns gerne.

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