German Medical Award 2021

Diagnostik neuroendokriner Tumore: DOTATOC-PET/CT

Neuroendokrine Tumore sind im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen relativ selten. Pro Jahr erkranken etwa fünf von 100.000 Einwohnern neu. Allerdings ist die Zahl der Neuerkrankungen in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen. Dies wird auch auf die deutlich verbesserte Diagnostik zurückgeführt.


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Neuroendokrine Tumore erkennen und behandeln

Neuroendokrine Zellen sind das Bindeglied zwischen dem Nervensystem und dem Hormonsystem. Sie befinden sich in Hormondrüsen, in den Knotenpunkten der Nervenbahnen (Ganglien) sowie in praktisch allen inneren Organen und in der Haut.

Neuroendokrine Tumore können somit in allen Organen auftreten. Besonders häufig sind sie im Verdauungstrakt (Magen, Bauchspeicheldrüse, Dünndarm, Dickdarm) aber auch in der Lunge, der Niere oder der Haut. Die Gründe für die Entstehung neuroendokriner Tumoren sind weitestgehend unbekannt. Die meisten dieser Tumore verursachen über längere Zeit kaum Beschwerden oder Symptome und werden daher oft erst lange Zeit nach der Entstehung entdeckt.

Um den Krankheitsverlauf aber frühzeitig positiv zu beeinflussen und schnellstmöglich mit der gezielten Therapie beginnen zu können, ist eine spezifische Diagnose extrem wichtig. So sollte auch festgestellt werden, ob der Tumor sich bereits ausgebreitet oder Metastasen im Körper gebildet hat.

DOTATOC-PET/CT: Hochempfindlich und exakt

In der modernen Diagnostik von neuroendokrinen Tumoren (NET) hat sich die äußerst präzise DOTATOC-PET/CT durchgesetzt. Sie ist anderen bildgebenden Verfahren überlegen, so können selbst winzige Tumoren oder Metastasen entdeckt werden. Besonders bei der Ausbreitungsdiagnostik vor oder nach einer Operation neuroendokriner Tumore kommt diese nuklearmedizinische Untersuchungsmethode erfolgreich zum Einsatz.

Aber auch zum Nachweis oder Ausschluss eines Rezidivs nach einer Krebstherapie und zur Verlaufskontrolle bei medikamentöser Therapie hat sich die DOTATOC-PET/CT als führend erwiesen. Ferner kann die DOTATOC-PET/CT auch bei Tumoren der autonomen Ganglien, Schilddrüsenkarzinomen, Merkelzellkarzinomen oder Meningeomen eingesetzt werden.

DOTATOC-PET/CT: Die Untersuchung

Das PET/CT ist ein Kombigerät aus einem Computertomographen und einem PET (Positronen-Emissions-Tomographen). Dieses hochmoderne Gerät ist Kernbestandteil der Tumordiagnostik im MVZ Prof. Dr. Uhlenbrock und Partner.

Die DOTATOC-PET/CT baut darauf auf, dass neuroendokrine Tumorzellen besondere Rezeptoren auf ihrer Oberfläche haben, die sie von anderen Zellen im Organismus unterscheiden. DOTATOC ist ein Eiweißmolekül, dessen Struktur der des Hormons Somatostatin ähnelt. Wird es mit schwach radioaktivem Gallium (Ga-68) geladen, kann DOTATOC das befallene Gewebe als Tracer markieren und mit Hilfe der speziellen PET-Kamera sichtbar gemacht werden.

Der Computertomograph hat anschließend die Aufgabe, genaue Größe und Position des Tumors zu ermitteln. So werden in einer einzigen Untersuchung die Vorteile beider Geräte vereint und eine präzise Befundung gewährleistet. Die DOTATOC-PET/CT ist hochempfindlich und exakt.

Die moderne Untersuchung wird im MVZ Prof. Dr. Uhlenbrock und Partner nach den aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin durchgeführt.

DOTATOC-PET/CT: Hoher Aufwand

Die Durchführung der DOTATOC-PET/CT ist für den medizinischen Betrieb sehr aufwendig und mit hohen Kosten verbunden. Das zur Untersuchung benötigte Radionuklid ist nicht lagerfähig, daher kann es nur tagesaktuell und bestenfalls für mehrere Patienten gleichzeitig hergestellt werden.

Um die Untersuchung regelmäßig und zu vertretbaren Kosten durchzuführen, bietet das MVZ Prof. Dr. Uhlenbrock und Partner die DOTATOC-PET/CT einmal monatlich an festen Terminen an.

DOTATOC-PET/CT: Risiken und Nebenwirkungen

Die DOTATOC-PET/CT ist ein sehr risikoarmes Verfahren. Die Patienten sind im Zuge der Untersuchung einer geringen Strahlenbelastung ausgesetzt. Die injizierte Substanz ist nur sehr schwach radioaktiv. Allergische oder toxische Nebenwirkungen auf die in geringer Dosis injizierte Substanz sind nicht bekannt. Der Körper baut die Substanz eigenständig innerhalb weniger Minuten nach der Untersuchung ab.

Alle weiteren Fragen, können in einem persönlichen Vorab-Gespräch ausdrücklich erörtert werden.

DOTATOC-PET/CT: Kostenübernahme

Die privaten Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten einer DOTATOC-PET/CT-Untersuchung. Fragen Sie bitte bei Ihrer PKV nach. Gesetzliche Krankenversicherungen übernehmen die Kosten in Einzelfällen auf Antrag des Patienten oder Arztes. Sprechen Sie uns an – gerne unterstützen wir Sie bei diesem Antrag.

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