Hautkrebsdiagnostik: Melanom-PET/CT

Hautkrebs gehört zu den häufigsten Tumorarten in Deutschland. Jährlich erkranken hierzulande etwa 200.000 Menschen an hellem (oder auch weißem) Hautkrebs und über 20.000 Menschen an schwarzem Hautkrebs, dem sogenannten malignem Melanom – Tendenz steigend. Laut Deutscher Gesellschaft für Nuklearmedizin hat sich die Häufigkeit des schwarzen Hautkrebs in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt. Bereits 2016 stellte das maligne Melanom bei Männern den fünft- und bei Frauen den vierthäufigsten Tumor dar. Gleichzeitig sind etwa 75 Prozent aller Hautkrebs-Todesfälle auf ein solches malignes Melanom zurückzuführen.


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Schwarzen Hautkrebs erkennen und behandeln

Nur dank einer immer exakteren und frühzeitigeren Diagnostik sowie fortschrittlicher Therapiemöglichkeiten, ist die Sterblichkeit nicht ebenfalls stark gestiegen. Denn eine frühe und spezifische Diagnose – am besten schon beim Auftreten erster Hautveränderungen – ist entscheidend, um den Krankheitsverlauf frühzeitig positiv zu beeinflussen und schnellstmöglich mit einer gezielten Therapie beginnen zu können.

Wenn eine Hautveränderung als malignes Melanom identifiziert wurde, ist es wichtig, umgehend eine weitere umfangreiche Diagnostik vorzunehmen. Es sollte festgestellt werden, ob der Tumor sich bereits ausgebreitet oder Metastasen im Körper gebildet hat. Es gibt eine Reihe radiologischer und nuklearmedizinischer Untersuchungen, die krankhafte Veränderungen der Gewebestruktur deutlich machen können. Dazu zählen bewährte Methoden wie Szintigraphie, MRT, Sonographie oder Ultraschall.

Als eine überaus präzise und moderne Methode hat sich zudem die Melanom-PET/CT weltweit etabliert. Besonders bei der Hautkrebsnachsorge kommt diese Methode erfolgreich zum Einsatz. Sie findet sogar kleinste Metastasen im ganzen Körper auf, sollte es nach einer Krebsbehandlung zur erneuten Tumorbildung kommen. Regelmäßige Melanom-PET/CT-Untersuchungen können sicherstellen, dass Rückfälle rechtzeitig erkannt und behandelt werden.

Zudem kommt die Melanom-PET/CT auch zur initalen Bestimmung des Tumorstadium und der Tumorausbreitung (Staging oder Ausbreitungsdiagnostik) bei Erstdiagnose erfolgreich zum Einsatz. Gemäß der Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft (PDF) hat sich gezeigt, dass die PET/CT bei der Ausbreitungsdiagnostik des Malignen Melanoms ab Stadium IIC den anderen Verfahren (bspw. Ultraschall oder einer Ganzkörper-MRT) in der diagnostischen Genauigkeit klar überlegen ist. Bereits ab Stadium IIC wird der Einsatz empfohlen.

Die Untersuchung

Das PET/CT ist ein Kombigerät aus einem Computertomographen und einem PET (Positronen-Emissions-Tomographen). Dieses hochmoderne Gerät ist Kernbestandteil der Tumordiagnostik im MVZ Prof. Dr. Uhlenbrock und Partner.

Die Melanom-PET/CT-Untersuchung baut darauf auf, dass Krebszellen mehr Zucker verbrauchen als gesundes Körpergewebe. Dazu wird Traubenzucker – der zuvor leicht radioaktiv markiert wurde – in den Blutkreislauf injiziert. Dieser reichert sich in den Krebszellen an und kann durch eine spezielle PET-Kamera sichtbar gemacht werden.

Der Computertomograph hat anschließend die Aufgabe, genaue Größe und Position des Tumors zu ermitteln. So werden in einer einzigen Untersuchung die Vorteile beider Geräte vereint und eine präzise Befundung gewährleistet. Eine zweite Untersuchung bleibt dem Patienten erspart. Die Melanom-PET/CT ist hochempfindlich und exakt, selbst winzige Metastasen können damit sichtbar gemacht und lokalisiert werden.

Das MVZ Prof. Dr. Uhlenbrock und Partner bietet die Melanom-PET/CT bereits seit einigen Jahren erfolgreich an. Die Untersuchung wird im MVZ strikt nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin durchgeführt.

Hoher Aufwand

Die Durchführung der Melanom-PET/CT ist für den medizinischen Betrieb sehr aufwendig und mit hohen Kosten verbunden. Die zur Untersuchung benötigte radioaktive Substanz ist nicht lagerfähig. Daher kann sie nur tagesaktuell und bestenfalls für mehrere Patienten gleichzeitig hergestellt werden. Das MVZ Prof. Dr. Uhlenbrock und Partner bietet diese Untersuchung daher in regelmäßigen Intervallen zu festen Terminen (einmal im Monat) an.

Risiken und Nebenwirkungen

Die Melanom-PET/CT ist ein sehr risikoarmes Verfahren. Die Patienten sind im Zuge der Untersuchung einer geringen Strahlenbelastung ausgesetzt. Die injizierte Substanz ist nur sehr schwach radioaktiv. Allergische oder toxische Nebenwirkungen auf die in geringer Dosis injizierte Substanz sind nicht bekannt. Der Körper baut die Substanz eigenständig innerhalb weniger Minuten nach der Untersuchung ab.

Alle weiteren Fragen, können in einem persönlichen Vorab-Gespräch ausdrücklich erörtert werden.

Kostenübernahme

Die privaten Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten einer Melanom-PET/CT-Untersuchung. Fragen Sie bitte bei Ihrer PKV nach. Gesetzliche Krankenversicherungen übernehmen die Kosten in Einzelfällen auf Antrag des Patienten oder Arztes.

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