German Medical Award 2023

Auszeichnung: MVZ Uhlenbrock gewinnt GERMAN MEDICAL AWARD 2023

Auszeichnung: MVZ Uhlenbrock gewinnt GERMAN MEDICAL AWARD 2023

Das MVZ Prof. Dr. Uhlenbrock und Partner wurde 2023 erneut mit renommierten GERMAN MEDICAL AWARD ausgezeichnet. Der GMAward ehrt jedes Jahr herausragende Leistungen und Innovationen in der deutschen Medizin. Unter dem Motto „Die Beste Medizinische Versorgung“ wird der unabhängige Preis seit 2015 jährlich verliehen. Bereits 2021 hat das MVZ den GMAward gewonnen und damit seine Rolle als Vorreiter in der medizinischen Versorgung im Ruhrgebiet und Westfalen untermauert.

„Der erneute Gewinn dieses bedeutenden Medizin-Preises macht uns sehr stolz“, so Dr. Karsten Ridder, Facharzt für Radiologie und Leiter des Standortes Dortmund-Innenstadt. „Er zeigt, dass wir kontinuierlich auf höchstem medizinischem Niveau arbeiten und unsere Philosophie treu bleiben, innovative und fortschrittliche Lösungen im Sinne unserer Patienten einzusetzen.“ Hintergrund der Auszeichnung ist der Aufbau und Einsatz einer künstlichen Intelligenz zur Unterstützung der Befundung von Röntgenaufnahmen der Lunge.

Funktionsweise des AI-Rad Companion. Grafik: Siemens Healthineers
Funktionsweise des AI-Rad Companion. Grafik: Siemens Healthineers
Funktionsweise des AI-Rad Companion. Grafik: Siemens Healthineers

Der sogenannte „AI-Rad Companion Chest X-Ray“ wurde vom MVZ Prof. Dr. Uhlenbrock und Partner gemeinsam mit Siemens Healthineers entwickelt und ist inzwischen CE zertifiziert. Mit der Software ist es möglich, routinemäßig Röntgenaufnahme der Lunge computergestützt auswerten zu lassen. Dabei sendet der befundende Arzt komplett automatisiert eine anonymisierte Röntgenaufnahme der Lunge an das Programm. Innerhalb weniger Minuten erhält er vom System eine Rückmeldung über mögliche Auffälligkeiten im Bild. Dazu wurde der AI-Rad Companion in den vergangenen Jahren mit mehr als 100.000 Röntgenbildern von 15 verschiedenen Geräteherstellern trainiert. Rund 40 Prozent der Bilder stammen aus dem MVZ Prof. Uhlenbrock; weitere Daten wurden von Projektkollegen aus Boston und München geliefert.

„Die Künstliche Intelligenz soll helfen, Fehler zu minimieren und wichtige Hinweise geben, wo der befundende Arzt genauer hinschauen sollte“, erklärt Projektinitiator Ridder. „Schließlich bedarf es bei der Beurteilung von Thorax-Röntgenaufnahmen einiger Erfahrung, da die Struktur der Lunge als ein relativ diffuses Hintergrundmuster dargestellt wird.“ Gerade junge Ärzte mit weniger Erfahrung und insbesondere Nichtradiologen, stünden in der täglichen Arbeitswelt und in Nacht-, Wochenend- oder Bereitschaftsdienstes oft allein vor der Herausforderung einer schnellen und korrekten Befundung dieser anspruchsvollen Bildgebung, so Ridder weiter. „Ein übersehener Pneumothorax oder ein nicht erkannter Tumor können dann katastrophale Folgen haben.“

Der AI-Rad Companion hilft bei der Erkennung von Lungenläsionen, Pleuraerguss, Pneumothorax, Konsolidierung und Atelektasen. Die Software kann nicht nur verschiedene anatomische Strukturen voneinander unterscheiden, sondern vor allem pathologische Auffälligkeiten automatisch kennzeichnen und einordnen. Dabei wird neben einer magentafarbenen Markierung der Auffälligkeit in jeder Auswertung auch ein sogenannter AI-Konfidenz-Score von 1–10 mitgeliefert. Ein Score über 8 bedeutet eine fast hundertprozentige Sicherheit der Diagnose. „Den letztlichen Befund durch den Arzt kann und soll die Technik aber nicht ersetzen“, betont Ridder. Der gesamte Vorgang läuft zudem völlig anonym ab. Es sind keine Rückschlüsse auf Patientendaten möglich. Die Software arbeitet cloudbasiert und entspricht den DICOM (Digital Imaging and Communications in Medicine)-Standards.

Seit Anfang 2022 befindet sich der AI-Rad-Companion im 24/7-Regelbetrieb und kommt auch im klinischen Alltag kooperierender Krankenhäuser und Praxen zum Einsatz. „So profitieren nicht nur die radiologischen Fachärzte von der Künstlichen Intelligenz, sondern auch die Internisten, Chirurgen Anästhesisten oder Urologen unseres Netzwerkes“, freut sich Ridder. „Wir haben es geschafft, die KI in die Klinik, ans Krankenbett und in die Notaufnahme zu bringen.“ Laut Ridder handelt es sich mit 19 angeschlossenen Abteilungen um die weltweit größte AI-Installation einer solchen Software. Allein im Jahr 2022 seien mit dem System rund 55.000 Untersuchungen im Regelbetrieb automatisiert ausgewertet – das entspricht einer Prozessionsrate von 99 Prozent.

Die Gewinner des GERMAN MEDICAL AWARD 2023 wurden durch eine unabhängige Expertenjury ausgewählt und auf einer feierlichen Preisverleihung im Rahmen der MEDICA Düsseldorf bekanntgegeben. Schirmherr ist Karl-Josef Laumann, der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW.

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