Die PET/CT- und PET/MRT sind zwei hochmoderne bildgebende Verfahren in der Nuklearmedizin. Dabei vereinen die beiden Methoden jeweils zwei Schlüsseltechnologien innovativer Diagnostik in nur einer Untersuchung. Mit der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) können Schnittbilder vom Menschen erzeugt und so funktionale Stoffwechselvorgänge im Körper dargestellt werden - etwa in Tumoren oder im Gehirn. Dazu wird dem Patienten eine schwach radioaktiv markierte Substanz (meist Zuckermoleküle) injiziert, deren Verteilung im Organismus sichtbar gemacht wird.
Gleichzeitig liefert eine hochauflösende radiologische Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) dataillierte und exakte Bilder von Weichteilgewebe, wie Organen oder Muskeln. So können bei der PET/CT bzw. der PET/MRT in einer einzigen Untersuchung mit nur einem Gerät die Ergebnisse verglichen und die Bilderserien der unterschiedlichen Abbildungsverfahren fusioniert werden. Dadurch ist eine deutlich genauere Befundung möglich. Der Arzt kann nicht nur krankhaft veränderte Körperfunktionen entdecken, sondern diese zugleich räumlich den Organen im Körper zuordnen und in ihrem Verhalten besser verstehen.
Das MVZ Prof. Dr. Uhlenbrock und Partner verfügt am Standort Dortmund-Phoenixsee sowohl über ein PET-CT als auch über einen hochmodernen PET-MRT. Das PET-MRT-Gerät ist das erste seiner Art in einer ambulanten Einrichtung in der Umgebung. Bislang sind solche Geräte nur in großen Universitätskliniken zu finden. Ob die PET/CT oder die PET/MRT als geeignete Untersuchungsmethode zum Einsatz kommt, wird je nach Indikation und Eignung des Patienten individuell besprochen und durch den Arzt festgelegt.
PET/CT- und PET/MRT-Untersuchungen eignen sich besonders bei komplexen Diagnosen, bei denen eine hohe Bildauflösung und funkionelle Informationen gefragt sind. Die Verfahren können Veränderungen im Grunde jeder Art von Stoffwechsel nachweisen. Dabei sind PET-CT und PET-MRT insbesondere bei Fragestellungen des Gehirns (z. B. zur Demenzabklärung), des Herzens (narbige Veränderungen oder funktionserhaltendes Gewebe), der Krebsdiagnostik (vor allem Lunge und Prostata) und bei chronisch entzündlichen Veränderungen besonders wertvoll.
Im Vergleich zum häufiger eingesetzten PET-CT bietet der PET-MRT eine noch bessere Darstellung der Weichteile und das ohne zusätzliche Strahlenbelastung durch das CT. Gerade bei jüngeren Patienten oder häufigen Verlaufskontrollen ist die geringere Strahlenexposition ein erheblicher Vorteil.
Nicht nur für Dortmunder bieten diese Untersuchungsmethoden einen wirklichen Mehrwert. Auch Patienten aus den angrenzenden Ruhrgebietsstädten wie Bochum, Gelsenkirchen, Essen oder Recklinghausen aber auch aus umliegenden Städten wie Hagen, Wuppertal, Hamm, Soest oder den ländlicheren Regionen des Sauerlands und Münsterlands können zukünftig unkompliziert ambulante PET-CT und PET-MRT in Anspruch nehmen.
PET/CT und PET/MRT kommen besonders häufig in der Tumordiagnostik zum Einsatz. Darüber hinaus können wir mithilfe von PET/CT oder PET/MRT den Verlauf von Therapien kontrollieren.
Bei folgenden Indikationen wird F-18-Fluordesoxyglukose (F-18-FDG) als Tracer eingesetzt:
Bei folgenden Indikationen wird Ga-68-DOTATOC (Ga-68-DOTATOC) als Tracer eingesetzt:
Bei folgenden Indikationen wird eine PSMA-PET/CT oder PSMA-PET/MRT durchgeführt:
PET/CT und PET/MRT werden auch in der Diagnostik von neurologischen Krankheitsbildern eingesetzt:
In der kardiologischen Diagnostik werden PET/CT oder PET/MRT eingesetzt zum:
Positronenstrahler sind radioaktive Substanzen, die bei ihrem Zerfall positiv geladene Teilchen freisetzen, sogenannte Positronen. Diese verbinden sich mit einem Elektron der Umgebung und wandeln sich in zwei energiereiche Lichtblitze (Gammateilchen) um.
Durch die Überlagerung zahlreicher dieser Linien und unter Zuhilfenahme der gleichzeitig angefertigten Aufnahmen aus der Computertomographie (CT) bzw. Magnetresonanztomographie (MRT) errechnet ein Computer ein komplexes Verteilungsbild der radioaktiv markierten Substanz im Körper des Patienten.
Das Messprinzip der PET führt zu einer ca. 100-fach höheren Empfindlichkeit und einer deutlich besseren Auflösung im Vergleich zu anderen nuklearmedizinischen Verfahren. Auch können so 1.000-fach geringere Stoffmengen gemessen werden als mit vergleichsweise modernen MRT-Geräten.
Die in der PET/CT oder PET/MRT eingesetzten Substanzen sind Stoffe, die meist in ähnlicher Form im Körper vorkommen und deren Verteilung oder Verbrauch auf diese Weise sichtbar gemacht werden kann. Zudem werden diese radioaktiven Substanzen im Körper weitgehend und schnell in nicht-radioaktive Stoffe umgesetzt oder ausgeschieden und stellen deshalb keine ernsthaften Belastungen dar. Wie bei der Szintigraphie sind auch bei der PET aufgrund der geringen Mengenverhältnisse keinerlei Nebenwirkungen zu erwarten.
Zu einer FDG-PET/CT oder FDG-PET/MRT sollten Sie nüchtern erscheinen, dürfen im Vorfeld aber unbegrenzt Wasser (oder andere zuckerfreie Getränke) zu sich nehmen. Bei einer PSMA- oder DOTATOC-Untersuchung müssen Sie nicht nüchtern sein. Regelmäßig eingenommene Medikamente können in der Regel ganz normal vorher genommen werden. Zur genauen Vorbereitung werden Sie rechtzeitig telefonisch informiert.
Informationen über einen bestehenden Diabetes (Zuckererkrankung) oder andere Stoffwechselerkrankungen sollten im ärztlichen Vorgespräch mitgeteilt werden. Auch Werte hinsichtlich der Schilddrüsen- und Nierenfunktion (TSH, Kreatinin) und ggf. vorhandene Kontrastmittelallergien sollten vorher bekannt sein und abgeklärt werden. Genauso sollten sämtliche Krankheitsdaten/ärztliche Dokumente (Befunde, ggf. Tumorart und -ort, OP, Chemotherapie oder Strahlentherapie) Ihrem Nuklearmediziner vorab vorliegen.
Die radioaktiv markierte Substanz (Tracer) wird über eine kleine Kanüle intravenös injiziert und mit Kochsalzlösung nachgespült. Danach sollten Sie in einem separaten, abgedunkelten Raum etwa eine halbe bis eine Stunde entspannt liegen (das ist die sogenannte Anreicherungsphase).
Anschließend erfolgt die PET-Messung einschließlich der Computertomographie bzw. Magnetresonanztomographie. Je nach Fragestellung wird dazu noch ein Kontrastmittel injiziert.
Nach Abschluss der Untersuchung können Sie direkt nach Hause gehen; der Arzt wertet die Untersuchung in der Regel am selben Tag noch aus.
Positronenstrahler, wie sie bei uns im PET/CT und PET/MRT eingesetzt werden, haben nur sehr kurze Verweildauern im Körper (wenige Stunden). Etwa ein Drittel der Aktivität wird schon während der ersten Stunde mit dem Urin ausgeschieden. Da schon nach wenigen Halbwertszeiten praktisch die Radioaktivität zerfallen ist, endet die Strahlenbelastung bereits lange bevor die Substanz selbst aus dem Körper ausgeschieden ist.
Die Strahlenbelastung liegt insgesamt bei ca. 5–8 mSv. Zum Vergleich: Die Strahlenbelastung durch eine Computertomographie des Bauchraums mit Kontrastmittel liegt bei bis zu 20 mSv. Die natürliche Strahlenbelastung (Weltraum- und Erdstrahlung) in Mitteleuropa liegt bei 2–4 mSv pro Jahr. Beim PET MRT ist die Strahlenbelastung insgesamt noch niedriger, da die Untersuchung ohne die zusätzliche Strahlenbelastung durch das CT auskommt.
PET/MRT-Untersuchungen sind bisher keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Im Leistungskatalog der privaten Krankenversicherungen sind sie größtenteils abgebildet. Gesetzlich oder ersatzkassenversicherte Patienten müssen die Kosten der Untersuchung in Deutschland (anders als in vielen anderen europäischen Ländern) leider bislang häufig selbst tragen.
PET/CT-Untersuchungen sind je nach Indikation und Fragestellung bereits KV-Leistung. Zum Beispiel bei bösartigen Lungentumoren (speziell ED NSCLC/ SCLC und rezidiv nach Lungenkarzinom), beim wiederkehrenden Hodgkinlymphom, beim aggressiven Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) und HNO-CUP.
Falls die geplante Untersuchung keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung ist, stellen wir im Vorfeld gerne einen Kostenübernahmeantrag für Sie. Bitte kommen Sie bei Bedarf rechtzeitig auf uns zu.