Tomosynthese

Die 3D-Mammographie (Tomosynthese) ist eine moderne Methode zur Früherkennung von Brustkrebs. Sie arbeitet sehr präzise und bietet eine sehr hohe Diagnosesicherheit. Die Früherkennungsrate ist deutlich höher als bei konventionellen Methoden.

Was genau ist eine Tomosynthese?

Bei der Tomosynthese (3D-Mammographie) handelt es sich um ein modernes bildgebendes Verfahren. Im Gegensatz zur digitalen Brustkrebsfrüherkennung (Mammografie) wird die Brust in einem dreidimensionalen Bild dargestellt. Hierfür wird die Brust in einzelnen Schichten von 1 mm Dicke abgebildet. Diese Bilder werden anschließend übereinandergelegt. Damit bietet die Tomosynthese ein deutlich präziseres Bildgebungsverfahren als die herkömmliche digitale Mammographie.

Mit dieser hochauflösenden Untersuchungsmethode kann eine Brustkrebserkrankung mit einer signifikant höheren Wahrscheinlichkeit frühzeitig erkannt werden. Zusätzlich verringert die Tomosynthese die Wahrscheinlichkeit einer Fehldiagnose.

Darüber hinaus ist es mit der 3D-Mammographie möglich, ca. 40 % der bisher notwendigen Zweituntersuchungen bereits mit der Erstuntersuchung abzudecken. Das bedeutet für unsere Patientinnen weniger Kontrollen und gleichzeitig höhere Früherkennungsraten.

Durchführung der Tomosynthese

Aus verschiedenen Richtungen werden Aufnahmen von der Brust erstellt. Daraus wird ein 3D-Brustbild in HD-Qualität mit räumlicher Tiefe generiert, auf dem selbst kleinste Veränderungen sichtbar werden. Dabei spielt es keine Rolle wo sich diese in der Brust befinden. Die Tomosynthese-Untersuchung hat mit ca. 5 bis 10 Minuten eine sehr kurze Untersuchungsdauer.

Im Anschluss einer gründlichen Untersuchung des gewonnenen Bildmaterials wird der Patientin das Ergebnis mitgeteilt. Bei über 95 % der Frauen gibt es einen unauffälligen Befund. Lediglich bei einem auffälligen Befund wird, sofern dies notwendig ist, eine weitere Untersuchung durchgeführt.

Wo wird die Tomosynthese eingesetzt?

Die Tomosynthese eignet sich grundsätzlich für alle Patientinnen, die sich im Rahmen ihrer Vorsorgeuntersuchung einer Mammographie unterziehen möchten. Gerade bei einem dichten Brustgewebe liefert die Tomosynthese deutlich belastbareres Bildmaterial, als die digitale Mammographie, da Gewebeüberlagerungen ausgeblendet werden.

In äußerst seltenen Fällen können auch Männer an einer Tumorerkrankung in der Brust erkranken. Selbstverständlich kann die Tomosynthese-Untersuchung hier genauso zielführend angewendet werden.

Moderne Geräteausstattung

Unser neues Tomosynthesegerät MAMMOMAT Revelation hat die höchste Tiefenauflösung, die in der 3D-Mammographie derzeit verfügbar ist. Dank der modernen Technik kann die Brust von allen Seiten betrachtet werden und der Radiologe kann selbst kleinste Veränderungen und Auffälligkeiten erkennen.

Bisher beschreiben viele Frauen die Mammographie als unangenehm, da bei der Untersuchung ein hoher Druck auf die Brust ausgeübt wird. Doch hier schafft unser Tomosynthese-Gerät einen deutlichen Vorteil: es kommt mit bis zu 50 % weniger Druck aus und bietet unseren Patientinnen so spürbar mehr Komfort.

Hierdurch können wir die Untersuchung deutlich angenehmer für Sie gestalten als bei einer herkömmlichen digitalen Mammographie. Gleichzeitig führt die moderne Tomosynthese zu noch präziseren Ergebnissen.

Tomosyntese: Kostenübernahme

Aktuell werden die Kosten für die Tomosynthese von den gesetzlichen Krankenkassen häufig nicht übernommen. Die privaten Krankenkassen hingegen erstatten die Kosten in der Regel.

Tomosynthese: das Wichtigste im Überblick

Hinsichtlich einer eindeutigen Diagnostik bietet die Tomosynthese (3D-Mammographie) deutliche Vorteile in der Bildqualität. Diese moderne Untersuchungsmethode erhöht die tatsächliche Erkennungsrate von Brustkrebs deutlich und macht häufig eine Zweituntersuchung zur Abklärung von Knoten überflüssig.

  • Einsatzgebiete: wie bei der digitalen Mammographie (Untersuchung der v. a. weiblichen Brust) – aber mit signifikant besseren Erkennungsraten
  • Strahlendosis: ähnlich gering wie bei der digitalen Mammographie

Hiermit schafft die 3D-Mammographie deutliche Vorteile hinsichtlich der Beurteilbarkeit des Brustdrüsengewebes gegenüber der bisherigen digitalen Mammographie. Gleichzeitig ist die Strahlenbelastung bei dieser Untersuchungsmethode ähnlich gering.

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