Hirnszintigrafie

Mit der Hirnszintigraphie lässt sich die Durchblutung des Gehirns untersuchen. Die Hirnszintigraphie ist ein bildgebendes Verfahren, mit dem das Gehirn bei Verdacht auf eine Demenz oder Durchblutungsstörung untersucht wird. Es wird vor allem zur Diagnostik bzw. zum Ausschluss einer Parkinson-Erkrankung oder einer parkinsonassoziierten Demenz angewendet.

Neurologische Erkrankungen frühzeitig erkennen

Mithilfe der Hirnszintigraphie lässt sich eine neurologische Erkrankung bereits im Frühstadium nachweisen – oder eben sicher ausschließen. Dabei können Veränderungen im Vergleich zu anderen Bildgebungsverfahren wie MRT oder CT deutlich früher nachgewiesen werden. Ebenfalls lässt sich bei bereits bekannter Erkrankung mit einer Szintigraphie des Gehirns der Verlauf der Erkrankung beobachten und beurteilen.

Wie funktioniert eine Hirnszintigraphie?

Bei der Hirnszintigraphie handelt es sich um eine Untersuchungsmethode aus dem Bereich der Nuklearmedizin. Um die Hirnfunktion zu untersuchen, wird eine schwach radioaktive Substanz (fachsprachlich: Radiopharmakon) in die Vene injiziert. Um eine Belastung der Schilddrüse zu vermeiden, erhalten Sie vor der Behandlung ggf. eine Jodtablette zur Einnahme.

Besonderheiten der Hirnszintigrafie

Informationen zum allgemeinen Ablauf einer Szintigrafie finden Sie auf der Übersichtsseite. Bei der Hirnszintigrafie gibt es darüber hinaus einige Besonderheiten zu beachten:

  • Wartezeit nach der Injektion
    Die Szintigraphie des Gehirns ist mit einer Wartezeit zwischen Injektion und der eigentlichen Untersuchung von ca. 2–4 Stunden verbunden. Die Wartezeit müssen Sie nicht vor Ort verbringen, sondern können währenddessen auch die Praxis verlassen. Die Szintigrafie selbst erfolgt in liegender Position und dauert ca. 30 Minuten.
  • Nach der Injektion des Radiopharmakons sollten Sie viel trinken und Ihre Blase leeren.

Insgesamt sollten Sie für eine Hirnszintigraphie etwa 3–5 Stunden einplanen.

Kostenübernahme

Die Kosten für eine Hirnszintigraphie werden sowohl von den gesetzlichen als auch von den privaten Krankenkassen übernommen.

Hirnszintigraphie: das Wichtigste im Überblick

Die Hirnszintigraphie ist Bildgebungsverfahren zur Untersuchung der Gehirnfunktionen besonders bei Verdacht auf eine Demenzerkrankung. Mithilfe eines injizierten schwach radioaktiven Radiopharmakons und einer speziellen Kamera wird die Aktivität des Gehirns abgebildet. Die Kosten der Hirnszintigraphie werden regelmäßig sowohl von den privaten, als auch von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

  • Die Hirnszintigraphie ist Bildgebungsverfahren zur Untersuchung der Gehirnfunktionen
  • Einsatzgebiete: Diagnostik bei Verdacht auf Demenzerkrankungen – insbesondere Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson oder Durchblutungsstörungen im Gehirn
  • Strahlenbelastung: gering
  • Untersuchungsdauer: insgesamt ca. 3–5 Stunden; die eigentliche Untersuchung dauert jedoch nur etwa 30 Minuten
  • Risiken und allergische Reaktionen: keine Nebenwirkungen; allergische Reaktionen sind extrem selten
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