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Entzündungsszintigraphie

Die Endzündungsszintigraphie ist ein bildgebendes Verfahren, das zur Feststellung von akuten Entzündungsherden im Körper dient. Mit dieser Untersuchungsmethode können entzündliche Veränderungen (zum Beispiel der Knochen, bei Prothesen oder in der Lunge) sichtbar gemacht werden. Auch bei Symptomen wie erhöhten Entzündungswerten, Abszessen und unerklärlichen Schmerzen kommt die Entzündungsszintigraphie zur Abklärung zum Einsatz.

Wann wird die Entzündungsszintigraphie eingesetzt?

Bei der Frage nach der richtigen Untersuchungsmethode ist es wichtig, zwischen chronischen und akuten Entzündungen zu unterscheiden.

Bei einer chronischen Entzündung ist die PET/CT-Untersuchung aufgrund der Zellbeschaffenheit in den Entzündungsherden häufig zur Diagnostik besser geeignet. Chronisch ist eine entzündliche Veränderung dann, wenn sie bereits mehrere Monate andauert. Dies können Entzündungen wie chronische Knochenmarksentzündungen, entzündliche Gefäßerkrankungen der Arterien oder auch entzündliche, über mehrere Monate bestehende Herzerkrankungen sein.

Die Szintigrafie ist die bevorzugte Untersuchungsmethode zur Abklärung einer akuten Entzündung.

Wie funktioniert die Entzündungsszintigraphie?

Um einen entzündlichen Prozess mit einer Szintigrafie sichtbar zu machen, wird zunächst eine schwach radioaktive Substanz (Radiopharmakon) in die Armvene injiziert. Die enthaltenen Nuklide reichern sich im Körper an und ermöglichen die Bildgebung.

Für die Aufnahmen kommt eine spezielle Gammakamera zum Einsatz. In Regionen mit starker Entzündung ist durch den erhöhten Stoffwechsel eine verstärkte Abgabe von Gammastrahlen sichtbar. Dies kann ein eindeutiger Hinweis für eine Entzündung sein. Die Aufnahmen der Kamera werden mithilfe eines Computers in ein auswertbares Bild (Szintigramm) umgewandelt.

Die Entzündungsszintigraphie kann – je nach Fragestellung – sinnvoll durch eine moderne Fusionsbildgebung wie SPECT/CT oder SPECT ergänzt werden, um die Befundgenauigkeit zu erhöhen. Hierbei werden hochauflösende 3D-Aufnahmen erstellt.

Besonderheiten der Entzündungsszintigraphie

Informationen zum allgemeinen Ablauf einer Szintigrafie finden Sie auf der Übersichtsseite. Bei der Entzündungsszintigrafie gibt es darüber hinaus einige Besonderheiten zu beachten:

  • Sie sollten vor der Untersuchung keine Antibiotika einnehmen, da diese den Befund verfälschen können.
  • Nach der Injektion des Radiopharmakons sollten Sie viel trinken und Ihre Blase leeren. (Ggf. erhalten Sie eine Jodtablette zum Schutz der Schilddrüse.)
  • Für die Untersuchung sollten Sie alle Metallteile wie Schmuck, Schlüssel, Mobiltelefon etc. ablegen und Kleidungsstücke mit Metallteilen ausziehen.

Die Dauer der Entzündungsszintigraphie ist stark abhängig von der gewählten Methodik und kann zwischen ca. einer Stunde und ca. 4–5 Stunden schwanken. Die Untersuchung kann auch auf zwei Termine an zwei aufeinander folgenden Tagen verteilt werden.

Vorteile der Entzündungsszintigrafie

Die Vorteile der Entzündungsszintigraphie liegen ganz klar in der hochwertigen Bildgebung, die deutlich bessere Ergebnisse liefert als eine gewöhnliche Röntgenuntersuchung. So können krankhafte Veränderungen bereits festgestellt werden, wenn auf einer Röntgenaufnahme noch kein Befund möglich ist.

Entzündungsszintigraphie: Kostenübernahme

Bei den Kosten für die Entzündungsszintigraphie handelt es sich um eine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen sowie der privaten Krankenkassen.

Entzündungsszintigraphie: Wissenswertes im Überblick

  • Entzündungsszintigrafie ist ein sehr genaues Bildgebungsverfahren
  • Ziel: Ursachen von akuten Endzündungserkrankungen feststellen
  • Risiken und allergische Reaktionen: sehr selten; leichter Hautauschlag oder Juckreiz möglich
  • Kosten für die Szintigrafie werden von den Krankenkassen übernommen

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